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Reviews
by Zip
Letztes Update am 13.03.2003

Review vom 12.03.2003
Der Dritte Raum - Klubraum (Virgin) release: 10.3.2003

Der "Der Dritte Raum" ist eigentlich fast jedem an elektronischer Musik
Interessierten bekannt, denn immerhin ist das erste Album "Mentalmodulator" schon 1994 auf Harthouse Records erschienen und es folgten bald weitere. So "Elektrodisco" 1995, "Wellenbad" 1996 mit dem Hit "Trommelmaschine", "Raumgleiter" 1998 und "Distanz" 2000, wobei die beiden letzten auf Virgin Records erschienen sind. Nach einer längeren Schaffenspause steht nun seit diesem Montag das neue Album "Klubraum" in den Läden, zwar eine Woche später als angekündigt, doch das Warten hat sich gelohnt. Unverkennbar ist der zugrundeliegende typische "Der Dritte Raum" Sound in allen Tracks zu hören, jedoch ohne zu langweilen oder wie ein
Abklatsch der alten Alben zu klingen. Das Album macht einen herrlich erfrischenden Eindruck und verbreitet beim Hören eine gute Laune. Als Hörprobe sind die Stücke "Klubraum", "Neuhaus", "Kerosin" und "Exuma" eine gute Wahl.


Review vom 12.03.2003
Hooj Presents: Le Future Le Funk
(Hooj Choons) release: 31.3.2003

"Le Future Le Funk" erscheint am 31.3.2003 auf Hooj Choons Records(www.hoojchoons.co.uk) und ist eine Doppel-CD Compilation mit jeweils 14 Tracks im Mix. Die Tracks sind recht housig, oft mit netten Elektro-Anteilen, wobei die erste CD etwas mehr in Richtung Elektro geht. Feine Stücke gibt es hier zu hören, insbesondere die
Tracks "Mekon - Please Stay (Royksopp Remix)", "Freeform Five - Perspex Sex (Ewan's Ni NRG Remix)" und "Abacus - Black Thanx", "RJ Project - What Colour (RJ Monkeyhouse Mix)" und "Swayzak - Make Up Your Mind" dürften nicht ganz unbekannt sein. Eine wirklich nette Compilation, insbesondere die zweite CD lädt zum Durchhören ein.


Review vom 30.01.2003
Jimi Tenor - Higher Planes (Kitty Yo)

Das neue Album "Higher Planes" von Jimi Tenor ist am 27.1.2003 auf Kitty
Yo veröffentlicht worden. Jimi Tenor, aus Finnland stammend, gelang 1997 mit seinem Album "Intervision" der erste grosse Erfolg. Die darauf folgenden Alben "Out of nowhere" und "Utopian Dream" waren sehr viel experimenteller, vielleicht sogar zu experimentell. Auf diesem Album hat er nun einige seiner Landsleute versammelt, die ihn als Big-Band unterstützen und bietet feinen Elektro-Jazz, der deutlich wärmer klingt. Von funky bis acid-jazzig ist einiges dabei und auch Andeutungen an seine finnische Herkunft fehlen nicht. Überragend gut gefiel mir das Stück "Higher Planes". Auf jeden Fall ein interessantes Album und vielleicht
sogar (von "Intervision" mal abgesehen) das Beste von Jimi Tenor.


Review vom 30.01.2003
Up Bustle and Out - Urban Evacuation (Unique/ release: 10.2.2003)

Die Jungs von Up Bustle and Out haben mit "Urban Evacuation" ein richtig fettes, erdiges Dub Album produziert, in dem eine Menge Energie und Erfahrung stecken. Wer Up Bustle and Out von früheren Alben kennt, wird sich an eher jazzige, elektronische mit experimentellen Ausflügen versehene Musik erinnern, zuletzt sogar ein rein kubanisch beeinflusstes Album. Auf "Urban Evacuation" erkennt man
deutlich die vielseitigen jamaicanischen Einflüsse, die das ganze Album wie rote Fäden durchziehen, so meint man teilweise sogar King Tubby`s Style zu erkennen. Die Fusion der Einflüsse mit globaler World Music, mitgebracht von den aus den unterschiedlichsten Ländern kommenden Musikern und die gekonnte Verfeinerung mit Jazz sowie Trip Hop macht dieses Album sehr interessant. Auf jeden Fall
mindestens ein Reinhören wert.


Review vom 30.01.2003
Tosca - Wonderful EP (G-Stone)

Die Wonderful EP ist der Appetizer zum neuen Tosca Album "Delhi 9". Darauf sind
die 2 Album Versionen von "Me and Yoko Ono" und "Wonderful", von letzterem als
dritter Track der Scheibe noch ein Radio Edit. Beide Tracks sind ruhig, "Me and Yoko Ono" ist es noch etwas mehr als "Wonderful" und auch etwas "düsterer". Wer plant sich das Album zuzulegen, kann diese Investition getrost vergessen. Es sei denn, man kann es gar nicht mehr abwarten bis das Album erscheint ...


Review vom 30.01.2003
V.A. - Juke Joint (Compiled By Boozoo Bajou)
(Stereo Deluxe/ release: März 2003)

Boozoo Bajou hatten bereits mit ihrem Debut-Album Satta 2001 bewiesen, dass sie eine recht feine Nase für gute Sounds haben. Diese haben sie nun auf dieser Compilation eingesetzt, um excellente Artists auszusuchen, deren Tracks meist downtempo sind, oft verfeinert mit Dub, Reggae und weiteren innovativen Elementen. Die Titel wurden u.a. von Primal Scream, Groove Armada, Mousse T, Uko, Burnt Friedmann beigesteuert, insgesamt 20 Stück. Eine ruhige Scheibe, jedoch mit einigen interessanten Stücken, wie "Jiri Ceiver - Ycool" und "Tommy Guerrero - 100 Years". Die Compilation "Juke Joint" erscheint im März auf Stereo
Deluxe.


Review vom 30.01.2003
Another Late Night Vol. 5 by Groove Armada (Azuli)

Nachdem Fila Brazilia, Howie B, Rae & Christian und Zero 7 sich bereits die Ehre auf den vorherigen "Another Late Night" CD`s gegeben haben, erschien im Juni 2002 die Vol. 5 mit Groove Armada. Gestarted wird mit "Groove Armada-Fly Me to the Moon" und diesen Titel kann man auch für die restlichen Tracks wörtlich nehmen. Zurücklehnen, chillen und genießen ist hier angesagt, denn dazu laden u.a. Stücke wie "Jeru the Damaja-Ya Playin' Yaself" und "Shuggie Otis-Strawberry Letter 23" ein. Wer von Groove Armada clubgerechte Partystylez erwartet ... nicht auf dieser Compilation.


Review vom 30.01.2003
Guano Apes - Walking On A Thin Line
(Gun Supersonic/ release: 3.2.2003)

Nun mal zu ganz anderem und zwar zu dem neuen Guano Apes Album, das am 3.2.2003
auf Gun Supersonic erscheint. "Walking On A Thin Line" ist das dritte Album der
Guano Apes und seit Anfang Januar drönt die erste Singleauskopplung "You Can't
Stop Me" aus dem Radio. Der Sound der Apes kommt diesmal facettenreich,
schrammelig, kraftvoll rüber und gefällt mir besser als auf dem letzten Album. Auch die Guano Apes sind eine Band, die es verstanden hat, sich von Album zu Album weiterzuentwickeln. Jedoch so wirklich mein Geschmack sind die Guano Apes nicht gerade, aber "Quietly" und "Scratch the Pitch" gefallen mir doch ganz gut.


Review vom 21.01.2003
Massive Attack - 100th Window (Virgin)
(Promo/ Release: 10.02.2003)

Seit dem letzen Massive Attack Album "Mezzanine" sind bereits 4 Jahre vergangen und obwohl nur ein Jahr an dem neuen Album gearbeitet wurde, kann man deutliche Veränderungen bemerken. "100th Window" ist wieder mal Trip-Hop vom feinsten, manchmal etwas düsterer als von bisherigen Alben gewohnt und doch können die inspirierenden Klanglandschaften, stimmungreiche Elektronik und der gute alte, ultra-tiefe Dub Reggae überzeugen. Massive Attack verstehen es gute Tracks mit experimenteller Musik zu einem einzigartigem Gefüge zu komponieren. Drei Titel wurden zusammen mit Sinead O'Connor aufgenommen. Wie auf der Band Website zu lesen war, schrieb Massive Attack's Robert Del Naja, dass auf dem Album auch ein 13 Minuten langer Bonus-Track, der "a bassline to do dinner to/sleep at the wheel/or fuck your brains out to." enthalten sein wird. Und in 12 Monaten soll schon das nächste Album kommen ... na dann :-)


Review vom 21.01.2003
Tosca--Delhi 9 (Promo G-Stone Rec.)
(release: 25.02.2003)

Das elektronische Duo Tosca (Richard Dorfmeister und Rubert Huber) werden ihr
neues Album am 25.2.2003 auf Dorfmeisters`s G-Stone Label veröffentlichen. Auf einer Bonus-CD sind weitere 12 Piano Versionen von geremixten und neu arrangierten Tracks des Albums zu finden. Das Album präsentiert sich insgesamt recht ruhig, viele Titel sind sehr instrumental und einfach einladend zum Zurücklehnen und Entspannen. Die Highlights des Albums sind "Oscar", ein typischer Tosca Track und "Mango Di Bango", etwas grooviger gehalten, aber auch eben sehr Tosca-typisch. Leider scheint es wohl noch kein Cover zu dieser CD/LP zu geben ...


Review vom 21.01.2003
Tim Love Lee - Its all good (Keep Diggin)

Wer kennt ihn nicht ... Tim "Love" Lee, mit einem excellenten Ohr für groovige
Sounds ausgestattet, kann einem fast eine Garantie für gute Musik bieten.
Beeindruckend an diesem Mix-Album ist das fast perfekt inszenierte Genre Hopping, von Lo-Fi über HipHop zu teilweise fast housigem Sound, aber immer mit sehr viel Groove! Trotzdem noch ein ruhigeres Album, also nicht unbedingt geeignet um den Nachbarn damit zu beschallen :-) Die besten Stücke des Albums sind in meinen Augen/Ohren "Kelly & Yates - Funk Trip" und "Gramme Like U".


Review vom 21.01.2003
Moloko - Statues (Universal Rec.)
(Promo/ release: 17.03.2003)

Statues ist bereits das vierte Album von Moloko, jedoch kann man es nicht mit
den vorherigen gleichsetzen, denn auch Moloko haben sich weiterentwickelt.
Innovative Beats, die typischen, unverwechselbaren Moloko-Melodielinien und die Stimme Roisin Murphy`s werden dafür sorgen, dass auch dieses Album einschlägt. Herausragend sind auf jeden Fall "Familiar Feelings", "I Want You" und wer nicht mehr bis zum Album-Release am 17.3.2003 warten kann, kann sich bis dahin mit der Single "Familiar Feelings" trösten :-)


Review vom 21.01.2003
V.A. - Plastic Surgery 4 (part 1)(Hospital Rec.)
(Promo/ Release: 17.02.2003)

Wer D`n`B mag ist hier genau richtig, 4 Tracks vom feinsten haben sich auf
dieser Vinyl-Scheibe versammelt und es wird sogar noch besser, denn in 7 Wochen
erscheint Part 2, man darf also gespannt sein. Das erste Stück "D'Kay & DJ Lee - Touch" ist noch recht mellow gehalten, was nicht heisst, das es schlecht ist, doch "Cyantific - Neon Skyline" geht gleich in die Vollen, um dann von "Tomahawk - Until Dawn" getoppt zu werden, sogar mit sehr netten Vocals. Insgesamt nichts
für die härtere D`n`B Fraktion, aber sonst sehr nett. Die Scheibe erscheint am 17.2.2003 auf Hospital Records.


Review vom 21.01.2003
Alex Cortiz - Mesmerising (Swirl/Coast to Coast)

Nachdem Alex Cortiz auf seinen beiden letzten Alben "Moodfood" und "Make Believe" gute Grooves mit loungigen Klängen ansprechend kombiniert hat, ist er dem auch bei "Mesmerising" treu geblieben. Jedoch nicht ohne eine gehörige Portion Innovation und Variation einzubringen, denn es klingt nicht gerade wie seine vorherigen Alben.
Meine Favoriten auf diesem Album sind "Enter The Matrix", ein langsamer, volumiger Lounge Sound und "A Chill", ein langsamer Track, der sich durch die
abgefahrenen Klänge auszeichnet und das Wort chill im Titel zu Recht trägt.


Review vom 21.01.2003
Physics - First Flight (Deeplay Rec)

First Flight ist das erste Album von Physics, direkt aus der schwedischen Stadt Malmoe. Der Sound dieses Albums ist einfach nur gut, so dass es auch kein Wunder ist, dass in den letzten Monaten einige Tracks des Albums auf verschiedenen Compilations erschienen sind. Physics haben ein feines Deep House Album produziert, mit percussigen Beats, gefilterten Flutes und Sax, entspannten Vocals und immer mit einem guten Groove. Wenn ich jetzt sagen sollte, welche Stücke mir besonders gut gefallen haben, dann könnte ich mich kaum entscheiden, denn "First Flight" ist für mich eins der besten Deep House Alben des letzten Jahres.


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